Beherbergungsvertrag

Wie immer im Geschäftsleben geht es auch bei der Zimmervermietung nicht ohne rechtliche Regelung ab. Die vom Gast veranlasste und vom Beherbungsbetrieb angenommene Zimmerreservierung begründet zwischen beiden ein Vertragsverhältnis, den so genannten Gastaufnahmevertrag (Beherbungsvertrag), der wie alle Verträge von beiden Vertragspartnern einzuhalten ist. Nach Gesetz und ständiger Rechtssprechung beinhaltet er unter anderem folgende Regelungen:



  1. Der Gastaufnahmevertrag ist abgeschlossen, sobald die Zimmerbestellung vom Beherbungsbetrieb angenommen ist.


  2. Der Gastwirt/Hotelier/Vermieter ist verpflichtet, das reservierte Zimmer zur Verfügung zu stellen. Andernfalls hat er dem Gast Schadenersatz zu leisten.
  3. 

Der Gast ist verpflichtet, den vereinbarten Zimmerpreis für die Vertragsdauer zu entrichten. Dies gilt auch, wenn das Zimmer nicht in Anspruch genommen wird.
  4. Bei Nichtinanspruchnahme sind die vom Vermieter eingesparten Einnahmen aus anderweitiger Vermietung des Zimmers anzurechnen.

 

1. Der Beherbungsvertrag:


Der Beherbergungsvertrag kommt durch zwei übereinstimmende - mündliche oder schriftliche - Willenserklärungen, durch Angebot und Annahme zustande. Dabei ist die Erklärung, ein Zimmer reservieren zu wollen, nicht etwa als Aufforderung an den Hotelier zu verstehen, von sich aus ein Angebot abzugeben. Vielmehr ist die Erklärung ihrerseits bereits ein Angebot auf Abschluss eines Beherbergungsvertrages. Sobald die Zimmerreservierung vom Beherbergungsbetrieb angenommen ist, liegt ein verbindlicher Beherbergungsvertrag vor. Dies gilt selbst für den Fall, dass die Parteien noch nicht sofort über alle wesentlichen Vertragsbestandteile eine Vereinbarung getroffen haben. Denn die vertragliche Einigung scheitert nicht daran, dass die Parteien bei erkennbarem Willen zur vertraglichen Bindung einzelne Vertragspunkte später bestimmen oder die Bestimmung dem Vertragspartner überlassen.
Der wesentliche Inhalt des Beherbergungsvertrages bestimmt sich nach § 535 BGB. Danach hat das Hotel das vereinbarte Hotelzimmer während der Mietzeit zur Verfügung zu stellen. Der Gast hingegen ist zur Entrichtung des vereinbarten Zimmerpreises verpflichtet.
Die vom Gast trotz Nichtinanspruchnahme zu entrichtende Zahlung wird oftmals unter der Bezeichnung "Stornogebühr" geführt. Ist durch Vertrag oder Allgemeine Geschäftsbedingungen nichts anderes bestimmt, so handelt es sich bei der "Stornogebühr" nicht um eine Sanktion für die Abbestellung eines Hotelzimmers. Die "Stornogebühr" beziffert vielmehr die vertraglich geschuldete Gegenleistung (Zimmerpreis) abzüglich der ersparten hoteleigenen Aufwendungen. Nicht angefallene Betriebskosten - etwa für Bewirtung oder Zurverfügungstellung von Bettwäsche - hat sich der Hotelier gemäß § 552 Satz 2 BGB anspruchsmindernd anrechnen zu lassen.
Die Höhe dieser anzurechnenden Einsparungen richtet sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Von der Rechtsprechung wird der Wert der ersparten Aufwendungen bei Übernachtung/Frühstück mit pauschal 20 % vom Übernachtungspreis regelmäßig als angemessen erachtet.

Den Parteien des Beherbergungsvertrages ist es jedoch unbenommen, höhere oder geringere Einsparungen nachzuweisen.
Im übrigen muss sich der Hotelier die Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Vermietung des Zimmers erlangt. Eine grundsätzliche Verpflichtung, bei fehlender Inanspruchnahme des Hotelzimmers einen Ersatzmieter zu suchen, besteht jedoch nicht. Allerdings darf sich der Hotelier nicht treuwidrig gegen die Aufnahme anderer Gäste verschließen.

2. Stornierung seitens des Hotels:

Um Missbrauch von Reservierungen vorzubeugen und unser Hotel vor Fehlbuchungen zu schützen, behalten wir uns das Recht vor, eine Buchung im Einzelfall zu stornieren, wenn eine Rückfrage durch unser Hotel unter der vom Gast angegebenen Telefon-, Fax- oder Mobilfunk-Nummer sowie E-Mail-Adresse nicht möglich ist. Gleiches gilt, wenn unter der vom Gast angegebenen Adressdaten in der Vergangenheit häufig Buchungen vorgenommen wurden, bei denen der Gast nicht angetreten ist oder aber eine Rückfrage seitens unseres Hotels ohne Erfolg geblieben ist.
In den genannten Fällen behalten wir uns das Recht vor die Buchung einseitig zu stornieren, ohne dass der Buchende Anspruch auf Schadenersatz erwirkt. Damit besteht für den Buchenden kein Anspruch auf Unterbringung.

3. Gruppenbuchungen:

Bei einer Gruppenbuchung, wird eine Anzahlung von 50% des Gesamtpreises bis spätestens 4 Wochen vor dem Anreisetermin fällig.

4. Reservierungen:

Wir akzeptieren ausschließlich mündliche oder schriftliche Reservierungen in Form von Brief, Email, Fax oder telefonischer Absprache. Die Angabe ihres vollständigen Namens sowie die zurzeit aktuelle Anschrift sind dafür Voraussetzung.

Stornierungen und Änderungen, die verspätet erfolgen, oder Nichtanreisen werden mit 80 Prozent des Preises aller Übernachtungen berechnet.

5. Datenschutz:

Die Pension Dalg nimmt Datenschutz ernst und ist stets bemüht, alle personenbezogenen Daten in Übereinstimmung mit dem jeweils geltenden Datenschutzrecht zu erheben und zu nutzen. Die Pension Dalg möchte Ihnen anhand dieser Datenschutzerklärung erläutern, welche Daten unbedingt benötigt werden und wie Sie durch Angabe weiterer, freiwilliger Daten Zusatznutzen erlangen können. Ihre Daten werden nur erhoben und gespeichert, wenn Sie uns dazu Ihre Zustimmung gegeben haben.

 

Situationsabhängig werden Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse erhoben und gespeichert. Bei elektronischen Zahlungsverfahren können Daten gemäß dem jeweiligen Verfahren erhoben und gespeichert werden.

 

Pension Dalg

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Tel.: +49 30 7734908